Freitag, 8. Oktober 2010

17:30 Uhr 

Der Ghostwriter

 

Ein professioneller Ghostwriter (Ewan McGregor) soll die halbfertigen Memoiren des ehemaligen britischen Premierministers Adam Lang (Pierce Brosnan) bearbeiten. Lang spielte vermutlich eine unschöne Rolle im Irakkrieg und wird vom Internationalen Strafgerichtshof gesucht. Bei der Vertragsunterzeichnung ist ihm das Schicksal seines Vorgängers Michael McAra jedoch nicht bekannt: Der enge Vertraute Langs wurde kurz zuvor leblos vor der Insel Martha’s Vinyard an der Ostküste der USA angespült, wo der Politiker Zuflucht gefunden hat. – Der Ghostwriter wurde teilweise auf der Insel Usedom gedreht, er feierte seine Welturaufführung zur Berlinale 2010, wo Roman Polanski den Silbernen Bär für die Beste Regie gewann. Der Film basiert auf dem Politthriller Ghost von Robert Harris.

R: Roman Polanski, D, F, GB 2010, Spielfilm/ Politthriller,  128 min, DF, FSK 12

D: Ewan McGregor, Pierce Brosnan, Kim Cattrall, Olivia Williams u.a.,

Gefördert von der Wirtschaftlichen Filmförderung Mecklenburg-Vorpommern

www.ghostwriter.kinowelt.de

 

20:00 Uhr 

Neuneinhalbs Abschied

 

Tom ist zehn, Piet ist sechs. Zwei unzertrennliche Brüder. Tom erklärt Piet die Welt auf sehr spezielle Weise – so, daß sein kleiner Bruder immer alles versteht. Dabei ist es nicht so wichtig, daß auch immer alles stimmt – es reicht doch auch, wenn es stimmen könnte! Der wißbegierige Piet, bald gänzlich mit dem Wissen des großen Bruders erfüllt, möchte seinerseits auch sein Wissen weitergeben. Am liebsten hätte er gerne selbst einen kleinen Bruder, doch bekommt stattdessen den Hamster Neuneinhalb. Diesem versucht er nun die Geheimnisse der Welt auf seine Weise begreiflich zu machen – ganz egal ob dieser will oder nicht. Als Neuneinhalb eines Morgens tot im Käfig liegt, will Piet von Tom wissen, was es mit diesem „tot sein“ auf sich hat. Tom, der sonst auf alles eine Antwort parat hat, kommt plötzlich in Erklärungsnöte. Doch wäre er nicht der beste große Bruder der Welt, wenn er nicht auch für dieses Problem eine Lösung finden würde. – Eine gelungene Heranführung an ein schwieriges Thema mit wunderbarer musikalischer Begleitung, die sicherlich dabei zu helfen vermag, den Umgang mit dem Tod zu erleichtern.

R: Halina Dyrschka, D 2010, Kinder-Kurzfilm, 14 min

D: Tim und Ben Litwinschuh

„Prädikat besonders wertvoll“, Filmbewertungsstelle

Gefördert von der Kulturellen Filmförderung Mecklenburg-Vorpommern

MV-Premiere in Anwesenheit der Regisseurin und der beiden Hauptdarsteller

www.ambrosiafilm.de

 

Was wird bleiben

 

Was bleibt nach dem Leben aller Menschen noch? In dem hervorragend recherchierten Dokumentarfilm sind die geradezu rührend mühseligen Anstrengungen der Menschheit zu sehen, sich der eigenen Vergänglichkeit entgegenzustemmen. Der nachdenkliche essayistische Film setzt in einzelnen Kapiteln kaleidoskopartig eine ganze Vielfalt möglicher Assoziationen zu diesem Thema nebeneinander. Dabei spannt er einen Bogen unterschiedlichster Archivierungsmethoden und läßt Experten berichten: von Zeitkapseln gefüllt mit historischen Artefakten bis zu Lagerstellen moderner Flugtechnik, zeigt die Sisyphusarbeit von Restaurierungsarbeiten an Kunstwerken oder das Abfotografieren einzelner Dokumentenseiten in Bibliotheken. Der dokumentarische Filmessay über private, wissenschaftliche und fiktionale Visionen macht nachdenklich, dabei beweist er trotzdem guten Humor und stellt Fragen, die zum Nachdenken anregen. Ein Film über die Fragilität unserer Kultur.

„Prädikat besonders wertvoll“, Filmbewertungsstelle. Der Film lief bei den renommierten Hofer Filmtagen 2009 und gewann u.a. den Förderpreis Dokumentarfilm des 25. Internationalen Dokumentarfilmfestivals in München.

R: Knut Karger, D 2009, Dokumentation,  78 min,

Gefördert von der Kulturellen Filmförderung Mecklenburg-Vorpommern

In Anwesenheit des Regisseurs

www.luethje-schneider.de

 

22:30 Uhr

Untergang - Mission Kraut-Metal

Kraut-Metal ist gitarrenschwerer, treibender Metal, intensive Klangexperimente ganz nach dem Vorbild unserer Vorfahren, den Kraut-Rockern aus den 70ern.

Regie: Silvio Rosenthal, Die Vorboten & Silvio Rosenthal, D 2010, Musikvideo, 5 min

 

Die Vorboten sind:

Philipp Krätzer - Klavier, Keyboards, Synthesizer

Thomas Mende - Gitarre, 2. Stimme

Karsten Palitschka - Gesang, Gitarre

Stephan Schuster - Bass

Florian Herrmann - Schlagzeug

 

Wismar-Spezial

 

 HIERgeb.LIEBEN

Der Film begleitet einen Teil der Jugendlichen des sozialen Dokumentarfilmprojektes HIERgeb.Lieben, das von Juni 2009 bis Mai 2010 in der Hansestadt Wismar lief. Den Jugendlichen wurde durch das Medium Film ein Jahr lang die Möglichkeit gegeben, sich und ihr soziales Umfeld zu beschreiben und ihre Geschichten zu erzählen. Die Jugendlichen kommen in authentischen Situationen selbst zu Wort. Er erzählt was Heimat, Zukunft, Gewalt, Freundschaft und vor allem Freiheit bedeuten kann, wenn sich plötzlich die Frage nach Gefangenschaft stellt.

Fachliche Beratung: Anne Thomschke, Kamera/Ton/Schnitt: Teilnehmer des Projektes mit Unterstützung des Filmteams Pot8o film&design Produzent: DRK Kreisverband Wismar e.V., D 2010, Dokumentation, 61 min

Wismar-Spezial

In Anwesenheit des Filmteams

www.drk-wismar.de, www.pot8o.de

 

Samstag, 9. Oktober 2010

10:00 Uhr

Skifahren im Alpincenter Wittenburg

Wismar tv-Moderatorin Christina Schurbaum schwingt sich im pinken Skianzug über die Piste. Skilehrer Jürgen ist immer an ihrer Seite. „Der Ausflugstipp" auf wismar tv führt die Zuschauer jede Woche zu einem anderen spannenden und interessanten Reiseziel im gesamten Landkreis Nordwestmecklenburg. Dieses Mal besuchte das wismar tv-Team das Alpincenter in Wittenburg.

R: Christina Schurbaum, Redaktion/ Interview: Christina Schurbaum, Kamera: Lukas Kölpin, D 2010, 5 min

Wismar-Spezial

In Anwesenheit der Regisseurin

www.wismar-tv.de

 

Wildnis zwischen Bahngleisen

 

Bahntrassen sind mehr als nur Wege, auf denen Menschen und Güter von A nach B gelangen. Für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten sind sie ein wertvoller Lebensraum. Ganz gleich ob stillgelegt oder in Betrieb leben dort fast unbemerkt Tiere, manchmal sind die Gleise auch ein kaum zu überwindendes Hindernis. Beste Lebensbedingungen bieten sie zahlreichen hoch spezialisierten und oft stark gefährdeten Pflanzenarten. Es ist einer der artenreichsten und vielfältigsten Lebensräume Mitteleuropas, der auf den besondern Wärme- und Trockenheitsbedingungen der Gleisanlagen beruht. Bahntrassen werden als ganz besondere Lebensadern in der Landschaft sichtbar. – Diese Dokumentation geht auf eine Entdeckungsreise in die Tier- und Pflanzenwelten entlang der Bahngleise Mecklenburg-Vorpommerns. Sie führt von einem Hobbyschäfer in Damerow, Mecklenburg bis zu den letzten Vorposten der Natur an den Gleisen des Fährhafens auf der Ostseeinsel Rügen.

R: Martina Treusch, Produzent: Hoferichter & Jacobs in Kooperation mit dem NDR, D 2009, Dokumentation, 30 min

in Anwesenheit von Christina Walther, Redakteurin (NDR) und des Produzenten Olaf Jacobs

www.hoferichterjacobs.de

 

 Die Schlacht am Harzhorn - Roms letzter Feldzug in Germanien

 

Im Sommer 2008 bekommen niedersächsische Archäologen einen seltsamen Metallgegenstand vorgelegt. Er stammt vom Harzhorn, einem unscheinbaren Höhenzug in Südniedersachsen. Und er ist angeblich römisch – obwohl es hier eigentlich keine römischen Funde geben dürfte. Ein archäologisches Rätsel. Und der Beginn einer wissenschaftlichen Sensation. Denn angeblich wagten sich die Römer nach der Varusschlacht 9 nach Christus nie wieder so tief nach Germanien. So steht es zumindest in den Schulbüchern. Schon die ersten Funde am Harzhorn beweisen nun, daß die Geschichte Norddeutschlands neu geschrieben werden muß. Die Römer waren im 3. Jahrhundert nocheinmal hier.

R: Florian Dedio, Produzent: LOOKS Film & TV, in Koproduktion mit NDR und GA&A, D 2010, Doku-Fiktion, 63 min

Produzent aus MV

In Anwesenheit des Regisseurs

www.looksfilm.tv

 

12:30 Uhr

Chaja & Mimi

Ein besonderes Kaffeehausgespräch zwischen zwei 1921 geborenen Damen über die Kindheit in Berlin vor bald 90 Jahren. Sie sind beste Freundinnen seit 83 Jahren, mußten 1934 vor den Nazis nach Palästina fliehen. In Tel Aviv treffen sich Chaja Florentin und Mimi Frons täglich und reflektieren ihre ambivalente Beziehung zu Berlin.

R: Eric Esser, D 2008, Dokumentation, 10 min, DF

Beitrag aus dem Festivalprogramm der DokumentArt 2009

Filmfestivals MV

In Anwesenheit des Regisseurs

 

 

 

 

Klang der Freiheit

Wenn Eisen auf Eisen schlägt erzeugt es Funken, es erklingt ein Nachhall. Welchen Nachhall erzeugt Geschichte? 1989 erstritten polnische Werftarbeiter den ersten Runden Tisch im modernen Europa. Am originalen Ort, der Danziger Werft, gestalten zwanzig Jahre später junge deutsche und polnische Musiker eine Performance aus den Materialien des Ortes und der Zeitgeschichte. Eine Danksagung und ein Nachhall mit der Hafensinfonie Danzig, die 40 jugendliche Musiker aus Danzig und Rostock, mit den Komponisten Frederik Lebrasseur (Canada) und Wolfgang Schmiedt (Rostock), erklingen lassen.

R: Anna-Maria Hora, D 2010, Filmessay, 18 min

Gefördert von der Kulturellen Filmförderung Mecklenburg-Vorpommern

MV-Premiere in Anwesenheit des Filmteams

 

 

Erklär mir Liebe

In dem filmischen Essay wird sensibel und ohne Partei zu ergreifen der Frage nachgespürt, welche Fliehkräfte Menschen auseinandertreiben. Vier Elternpaare berichten von der großen Liebe, vom Geschlechterkampf und vom schwierigen Sich-Zusammenraufen als Eltern nach der Trennung. Der Film ist ungewöhnlich berührend in seiner ehrlichen Kamerabeobachtung, in Ton und Musik, vor allem aber durch die außerordentlich authentischen Zeugnisse seiner Protagonisten. Das regt zu Diskussionen an, zu denen der Regisseur dem Publikum im Anschluß an die Vorführung gern zur Verfügung steht.

R: Florian Aigner,  D 2009, Dokumentarfilm, 66 min

Gefördert von der Kulturellen Filmförderung Mecklenburg-Vorpommern

In Anwesenheit des Regisseurs

www.erklaer-mir-liebe.de

 

15:00 Uhr

Der unbekannte Bruder

Wolfgang Müller, Bruder des 1995 verstorbenen Dramatikers Heiner Müller, lebt heute in Strohkirchen, Mecklenburg-Vorpommern. Er nennt sich selbst Gebrauchschreiber, schrieb Erzählungen und später für Film und Fernsehen in der DDR. Das Schreiben hat er nach dem Tod des Bruders aufgegeben. Heute kümmert er sich um die Dorfbibliothek und lebt zurückgezogen in der griesen Gegend Mecklenburgs. Wie war und ist sein Leben im Schatten des großen Bruders verlaufen? Der Film zeichnet das Porträt des unbekannten Bruders. – Eine Spurensuche in Kindheit und Jugend des Dramatikers mit seinem unbekannten Bruder.

R: André Kotte, Co-Regie: Gudrun Nöh, Kamera: Andreas Griem, Sabelli Film Produktion Schwerin, D 2010, Dokumentarfilm, 40 min

Gefördert von der Kulturellen Filmförderung Mecklenburg-Vorpommern

MV-Premiere in Anwesenheit des Filmteams

 

www.sabelli-film.de


 

Kap der guten Stimmen - Südafrika im Opernrausch

In den Townships schmettern Teenager Opernarien, auf Schulhöfen am Rand der Kalahari wetteifern Halbwüchsige im Koloraturgesang: Südafrika im Opernrausch? Das Land am Kap der Guten Hoffnung kennt man nicht als Opern-Paradies, dennoch trifft man überall im Land junge Menschen, vor allem Schwarze, die mit ungeahnt klangvollen Stimmen Arien von Mozart und Verdi singen, als gäbe es nichts selbstverständlicheres. Das ist weit mehr als eine Kuriosität, denn bis in die 1990er Jahre war die Oper in Südafrika allein der weißen Elite vorbehalten. Was also hat es mit dieser erstaunlichen südafrikanischen Opernbegeisterung auf sich? Einmal jährlich reisen die besten Nachwuchssänger der Cape Town Opera durch ganz Südafrika, um Schüler mit ihrem Gesang begeistern und zugleich nach neuen Stimmtalenten Ausschau halten. Die abenteuerliche Reise führt durch Südafrikas grandiose Naturkulissen bis in die entlegensten Winkel des Landes zu ungeahnten Stimmwundern. Die Stars bestechen mit ihrem Charme und Humor ebenso wie mit ihrem Gesang. Ihre persönlichen Geschichten sind berührend und zum Teil erschütternd und liefern überraschende Einblicke in das Lebensgefühl der Post-Apartheid-Generation. Ein Film in Form einer Road-Oper.

R: Ralf Pleger, Produzent: LOOKS Film & TV, arte/NDR, D 2010, Dokumentation, 53 min

Produzent aus MV

In Anwesenheit des Regisseurs

www.looksfilm.tv

 

17:30 Uhr

Kater

Zu Hause liegt er am Boden. Der Schein nach außen beginnt zu bröckeln. Nur der Kater bleibt.

R: Maria Buske, D 2010, Kurzspielfilm, 5 min

D: Thomas Busch, Kater, Kamera: Stephan Buske, Ton: Doreen Piper

Wismar-Spezial

In Anwesenheit des Filmteams 

 

 

Schranken

In den 80er Jahren nahmen die Fluchtversuche von DDR-Bürgern per PKW zu – sie durchbrachen schlicht die Grenzschranken. Da lag es für die Staatssicherheit nahe, bessere Schranken zu konzipieren. In bester Heimwerkelei bastelten Grenzer an immer bruchsicheren Grenzbefestigungen – unternahmen Crashtests und probten Karambolagen für den Ernstfall. Der Film erzählt von der Motivation der Grenzer, von tragisch endenden Fluchten und gibt Einblick in deutschen Ingenieurs- und Militärgeist. Schranken führt die Protagonisten bei Ihrer Erinnerungsarbeit nicht vor, sondern hinterfragt um so mehr zu erzählen als die rein technische Geschichte einer Sperranlage. Ein wichtiger Film zum Begreifen der Vergangenheit und des Gegenwärtigen. Filmisch im eindringlich fotografierten Stil von Kamerafrau Susanne Schüle.

R: Gerd Kroske, Kamera: Susanne Schüle, D 2009, Dokumentarfilm, 95 min

Gefördert von der Kulturellen Filmförderung Mecklenburg-Vorpommern

MV-Premiere in Anwesenheit des Regisseurs

www.schranken-film.de

 

20:00 Uhr

20 Jahre Mauerfall Spezial

Wismar tv fragt die Wismarer, wie sie den 9. November 1989 erlebt haben – wo waren sie am Abend des Mauerfalls, vor dem Fernseher, in der Kneipe, in Ost- oder Westberlin, bei Freunden? Kleine, ganz persönliche und emotionale Geschichten werden erzählt, eine kleine Anekdote zum Leben in der DDR sowie ein lustiges kleines Schauspiel gezeigt.

R: Christina Schurbaum, Redaktion/ Interview: Christina Schurbaum,  D 2010, 6 min

Wismar-Spezial

in Anwesenheit der Regisseurin

www.wismar-tv.de

 

 

DDR-ahoi! - Kleines Land auf großer Fahrt - Unterwegs auf allen Meeren

Die Voraussetzungen der DDR waren denkbar ungünstig, um eine Seefahrernation zu werden. Am Ende des zweiten Weltkrieges gibt es auf dem Territorium der sowjetischen Besatzungszone kein einziges fahrtüchtiges Schiff. Die Häfen sind größtenteils zerstört. Was noch funktioniert wird als Reparationsleistung von der Sowjetunion abgefordert. Trotz der katastrophalen Ausgangsbedingungen gelingt es der DDR eine beachtliche Handelsflotte aufzubauen, und sich zwei Kreuzfahrtschiffe zu leisten. Vom Aufstieg und Niedergang der DDR als Seefahrernation, von Traumjobs und Sehnsüchten.

R: Lutz Pehnert, Produzent: Hoferichter & Jacobs mit MDR und NDR, D 2010, Dokumentation, 2 x 45 min

Gefördert von der Filmförderung des NDR und der Wirtschaftlichen Filmförderung Mecklenburg-Vorpommern

Produzent aus MV

In Anwesenheit von Silke Heinz, Redakteurin (MDR) und des Produzenten Olaf Jacobs

www.hoferichterjacobs.de

 

 

22:30 Uhr 

Theodor Klett - Hofgärtner in Schwerin

Eine Entdeckungsreise durch die Parks um das Schweriner Schloß anhand des Wirkens der drei Persönlichkeiten Georg Adolf Demmler (Architekt), Joseph Lenné (Königlicher Gartendirektor) und Thodor Klett (Schweriner Hofgärtner). Nicht nur ein Film über Schweriner Gartengestaltung, sondern über Menschen mit Ideen, Träumen und Gedanken inmitten der Widrigkeiten des Alltags ihrer Zeit…, immer das Gestern mit dem Heute verbindend.

R: Christian Klemke, D 2009, Dokumentation, 30 min

Gefördert von der Kulturellen Filmförderung Mecklenburg-Vorpommern

 

10 Jahre Schwedenfest

Das alljährliche Schwedenfest in der Hansestadt erinnert an die 155-jährige Zugehörigkeit Wismars zu Schweden. 1648 fällt die Stadt mit Ende des 30-jährigen Krieges an Schweden, 1803 wurde die Stadt an das Herzogtum Mecklenburg verpfändet und wiederum 100 Jahre später endgültig an das Großherzogtum Mecklenburg übergeben, da Schweden sein Pfand nicht einlöste. Jeweils im August bietet das erlebnisreiches Wochenende ein Unterhaltungsprogramm auf dem Marktplatz, z.B. die NDR Sommertour und ein historisches Heerlager wird eingerichtet, es gibt den Schwedenlauf durch Wismars Altstadt, buntes Jahrmarktstreiben und die Schwedenkopfregatta am Hafen. Besonderer Leckerbissen ist der „Schwedenweg" – eine Zeitreise durch die ereignisreiche Geschichte in historischen Kostümen und mit Bühnenprogrammen. Der Film macht die Schwedenzeit lebendig.

R: Anne Thomschke, Andrea Köster, Jano Tenev, Produzent: Pot8o Film, D 2010, Dokumentation, 30 min

Wismar-Spezial

In Anwesenheit des Filmteams

www.schwedenfest-wismar.de,

www.pot8o.de

 

 

Sonntag, 10. Oktober 2010

10:00 Uhr

red tape

Ein junger Mann filmt zu Hause mit einem Camcorder. Dabei entwickelt er ein gesteigertes Interesse für die Frau, die gerade gegenüber eingezogen ist.

R: Lucas Treise, D 2009, Kurzspielfilm, 5:30 min

Beitrag vom FiSH X – Festival im StadtHafen Rostock (2009)

 

Filmfestivals MV

In Anwesenheit des Regisseurs

 

 

 

 

 

Margrit Pittman Zwischen den Welten

Eine biographische Zeitreise über 90 Minuten, ein Portrait und ein Dialog zwischen den Generationen. Margrit Pittman hat die Katastrophen des 20 Jahrhunderts immer als direkt Beteiligte erfahren. Als deutsche Jüdin und Mitglied einer illegalen Widerstandsgruppe floh sie vor den Nationalsozialisten aus Frankfurt am Main und emigrierte nach New York, wo Deutsch-Amerikanische Nazis in Yorkville unter den Stars und Stripes und der Hakenkreuzfahne demonstrierten. Seitdem und während der langen Zeit des kalten Krieges widmete sie ihr Leben dem Kampf gegen den Faschismus. Ihr Leben ließ eine eigentümliche Perspektive entstehen, die in der Wahrnehmung der alten, geteilten und nach dem Ende des kalten Krieges nicht geeinten Welt für nachfolgende Generationen von besonderem Interesse ist.

R: Hans-Joachim Ulbrich, Artia Nova Film, D 2010, Dokumentarfilm, 90 min, DF u. Omdt.U

Gefördert von der Kulturellen Filmförderung Mecklenburg-Vorpommern

In Anwesenheit des Regisseurs

www.artia-nova-film.com

 

 

12:15 Uhr

Mit den Waffen der Hanse

Stralsund zur Zeit der Hanse – eine einflußreiche Ostseestadt, deren Bürger durch den Fernhandel reich werden und wesentlich zum Gedeihen der Hanse, des mächtigsten Städtebunds des Mittelalters beitragen. Gleichzeitig eine Stadt, die – wie viele andere Städte jener Zeit – von inneren Unruhen und Aufständen gebeutelt wird, bei denen die Bürger gegen den Machtmißbrauch der herrschenden Oberschicht rebellieren. Stralsunds Geschichte ist dabei exemplarisch für die der anderen Hansestädte. Unmittelbaren Zugang zu den geschichtlichen Ereignissen bekommt der Zuschauer durch die zahlreichen Schauspielszenen. Aufwendig gestaltete Computeranimationen rekonstruieren nicht mehr erhaltene Gebäude, Hafenanlagen, oder Schiffe, welche sehr authentisch eine Vorstellung vom Mittelalter entstehen lassen. Die Hansedokumentation erweckt norddeutsche Geschichte zum Leben.

R: Jean Zühlsdorff, Kamera: Holger Seidel, D 2008, Doku-Fiktion, 45 min

Gefördert von der Kulturellen Filmförderung Mecklenburg-Vorpommern

In Anwesenheit des Filmteams

www.hansedoku.de

 

Mein Mallorca

Mallorca ist keine Insel. Mallorca ist eine Lebenseinstellung! Marita Heiden lebt mit ihrer Großfamilie in Mecklenburg. Der Alltag ist nicht einfach, alles dreht sich um den Haushalt und die Kinder. Dennoch hat Marita Heiden sich ihren Freiraum geschaffen, mit unglaublichem Optimismus und Energie setzt sie sich über alle Widerstände hinweg und beginnt zu fotografieren und zu schreiben…

R: Bernadette Knoller, Produktion: HFF Konrad Wolf, D 2009, Dokumentation, 15 min

In Anwesenheit von Marita Heiden

www.hff-potsdam.de

 

 

Die Entdeckung Mallorcas

Er hätte eine Legende sein können, eine Legende als Forschungsreisender oder Naturschützer – doch die Moderne hat ihn übersehen und vergessen. Ludwig Salvator, ein Erzherzog aus dem Hause Habsburg. Ende des 19. Jahrhundert bereist er das gesamte Mittelmeer und verfaßt unzählige Bücher über Flora und Fauna, Geographie und Geschichte. Reisen – das war für ihn wie eine Flucht. Der Moderne mit ihrer Hektik und ihrem Schmutz, der steifen Etikette am Hofe in Wien – all dem galt es, zu entkommen. Zufällig stößt Salvator bei seinen Reisen auch auf eine bis dahin weitgehend unberührte und unbekannte Insel: Mallorca. Die Begegnung mit Mallorca verändert das Leben des Erzherzogs – und sie verändert Mallorca – so nachhaltig, daß vieles von dem noch heute zu finden ist.

Die Entdeckung Mallorcas ist eine Reise auf den Spuren Salvators. Er trifft auf die Sorgen und Ängste der heutigen Bauern und Schweinezüchter und besucht Olivenhaine, die heute nur noch existieren, weil Salvator sie vor dem Abholzen bewahrt hatte. So vermischen sich Vergangenheit und Gegenwart zu einer faszinierenden Suche nach den Überbleibseln des Erzherzogs, dem der Schutz und die Pflege der Insel am Herzen lag, und dem Auffinden neuer Wege in Landwirtschaft und Ackerbau. Heute muß sich Mallorca den Anforderungen des 21. Jahrhunderts stellen. Wird der Geist Salvators diesen neuen Herausforderungen überstehen und diese einmalige kultivierte Heimat bewahren?

R: Jan Lorenzen, Produzent: Hoferichter & Jacobs, PentAlpha gGmbH, EU Generaldirektion Landwirtschaft & ländliche Entwicklung, D 2010, Dokumentation, 52 min

Produzent aus MV

MV-Premiere in Anwesenheit des Produzenten Olaf Jacobs

 

www.hoferichterjacobs.de

 

 

15:15 Uhr

Die wilden Herzen von St. Tropez

  

 Eine skurrile Komödie mit Musik. Das einstige Onehitwonder Rico Rizella will zusammen mit Schlagerproduzent Didi Hammer das große Comeback starten. Im Tonstudio trifft Talentlosigkeit auf Mittelmaß. Die Fertigstellung der Ballermannballade gerät in Gefahr.

 

R: Stephan Strube, D 2009, Kurzspielfilm, 11 min

Beitrag vom FiSH X – Festival im StadtHafen Rostock (2009)

Filmfestivals MV

In Anwesenheit des Regisseurs

 

 

Arbeit am Meer - Fischer von Poel

Fünf Kurzfilme aus dem Landesfilmarchiv, die über ein ganzes Jahrhundert die Arbeit und das Leben rund um Schiff, Hafen und Fischfang auf Poel zeigen:  

Heringsfischerei (1930),

die klassische Arbeit der Fischer in den 30er Jahren

Bau eines Loggers (1951)

Bau des Loggers ROS 131 auf der Volkswerft Stralsund, vom Blech zum fertigen Schiff, mit Stapellauf, Beladung und Auslaufen 

Mit P-152 auf Hochseefischfang (1958)

von Timmendorf auf Poel geht es zum Fischfang auf das Meer

825 Jahre Insel Poel (1988)

Urlauberparadies mit Strandleben, Zeltplätzen, Sommerkino, Motorradtreff und Heimatmuseum. Aufnahmen vom Berufsleben der Insulaner (Bootswerft Kirchdorf, Fischereiproduktionsgenossenschaft, Poeler Markt….)

Wenn dich keiner sieht und keiner hört (1993)

Das Leben der Fischer auf Poel nach der Wende.

R: diverse, D 1930-1993, Kurzfilme, 97 min

Perlen aus dem Landesfilmarchiv MV

 

 

17:30 Uhr

Wagah

Der einzige Grenzübergang zwischen Indien und Pakistan auf 3.323 Kilometer wird allabendlich Schauplatz eines einzigartigen Spektakels. Tausende von Menschen wohnen der rituellen Schließung der Grenztore bei. Nach dem Schauspiel drängen die Massen so dicht wie möglich an das Tor, um ihre ehemaligen Nachbarn zu sehen. Das Volksfest steht somit zum einen für die Zelebrierung der Trennung, zum anderen ist es aber auch das einzige verbindende Element. Was bedeuten die Begriffe Trennung, Heimat und Nähe für die Menschen auf beiden Seiten?

R: Supriyo Sen, D 2009, Dokumentation, 13 min, OmU

„Prädikat besonders wertvoll", Filmbewertungsstelle

Beitrag aus dem Festivalprogramm der DokumentArt 2009

Filmfestivals MV

In Anwesenheit der Produzenten

www.detailfilm.de

 

 

Der Eisangler

Der kleine Jonas verbringt das Winterwochenende bei seinem Vater, am zugefrorenen Kölpinsee. Wieder muß er einen Streit, der sich trennenden Eltern, mitansehen. Als er das Märchen „Vom Fischer und seiner Frau" hört, kommt Jonas eine ungewöhnliche, nicht ganz ungefährliche Idee, wie er sie wieder zusammenbringen kann. Der verträumte Klang eines Cellos hallt orakelhaft über dem See, in die realistische Darstellung schleicht sich das Magische ein.

R: Anna Montanyà, D: Eugen Hackbusch, Tilmar Kuhn, Franziska Endres, D 2010, Kurzspielfilm, 17 min

Gefördert von der Kulturellen Filmförderung Mecklenburg-Vorpommern

MV-Premiere in Anwesenheit des Filmteams

www.laboia.de

 

 

Wenn das Eis schmilzt - Expedition in die Antarktis

Die Bucht von der Größe Deutschlands, gilt als schwer zugänglich, weite Gebiete der Pine Island Bay sind unerforscht, es gibt keine Karten, wenige Daten aus der Bucht. Dabei wartet die Antarktisforschung dringend auf Informationen aus diesem unzugänglichen Gebiet. Der Pine-Island- und der Thwaites-Gletscher, zwei riesige Eisströme, münden in die Bucht. Beide verlieren Eis: Mehr als vier Kilometer gehen Jahr für Jahr verloren. Schmelzen diese Gletscher ganz ab, dann würde das den Meeresspiegel um anderthalb Meter ansteigen lassen. Weltweit. Im Januar 2010 brechen 52 Geologen, Ozeanographen und Geophysiker von Neuseeland in die Westantarktis auf. Ihr Arbeitsgerät: der Forschungseisbrecher „Polarstern", eine schwimmende Forschungsfabrik, ein Großlabor hinter doppelwandigem Stahl. Sie haben ein ganzes Bündel von Fragen im Gepäck. Was geschieht in der Pine Island Bay? Woher kommt die Wärme, die das Eis zum Schmelzen bringt? Verbirgt sich dort unter dem Kilometer dickem Eis ein unterirdisches System von Vulkanen, das das Wasser von unten anheizt? Und wie stabil ist der Eisschild in der Westantarktis? Neun Wochen lang waren Autor Kai Voigtländer und Kameramann Guido Kilbert mit den Wissenschaftlern unterwegs. Das Team hat die Forscher bei Landausflügen mit dem Helikopter begleitet, und beobachtet wie sie aus Proben vom Meeresboden die Klimageschichte der Antarktis rekonstruieren. – Eine filmische Reise in Gegenden, die noch nie ein Mensch gesehen hat. Ein Film, der aufräumt mit dem Mythos vom ewigen Eis. Denn in der Pine Island Bay ist alles im Fluß. Und nichts ist ewig. Außer dem Wandel.

R: Kai Voigtländer, Kamera: Guido Kilbert, Schnitt: Anne Berrini, Produzent: Olaf Jacobs, Hoferichter & Jacobs, in Zusammenarbeit mit rbb und arte, D 2010, Dokumentation, 52 min

Produzent aus MV

Welturaufführung in Anwesenheit des Regisseurs

www.hoferichterjacobs.de

 

 

20:00 Uhr

Die Sache mit dem Glück

Was ist "Glück"? Ein häufig verwendetes Wort, das scheinbar größte Ziel aller Menschen – so vielfältig interpretiert. Ein filmischer Versuch, mit Hilfe des "Überraschungsmoments" einzufangen, was "Glück" bedeuten kann.

R: Yvonne Arendt, D 2010, 11 min

In Anwesenheit der Regisseurin

 

 

Eine vernünftige Lösung 

Die Freunde Erland und Sven-Erik, beide um die fünfzig, arbeiten in einer Papiermühle in einer kleinen nordschwedischen Industriestadt. Erland und seine Frau May leiten außerdem nebenher in der örtlichen Kirche einen Diskussionskurs mit dem Namen „Die Schule der Ehe", bei der die Teilnehmer von ihrem funktionierenden Eheleben lernen sollen. Und nun widerfährt gerade Erland auf einer Party das völlig Unerwartete – er verliebt sich in Karin, die Frau von Sven-Erik. Auch Karin fühlt sich zu Erland hingezogen und schnell entwickelt sich eine heftige Affäre. Erland sucht in bekannter Manier seines Kurses nach einer „vernünftigen" Lösung für die Situation und in „Absprache" mit den betrogenen Ehepartnern wird entschieden, daß Sven-Erik und Karin bei Erland und May einziehen. Man einigt sich auf zehn Regeln, die das Zusammenleben harmonisch gestalten sollen. Doch das Experiment droht grandios zu scheitern und alle Beteiligten in einem Strudel der Emotionen versinken zu lassen… – „Großartige Schauspieler mit Mut zu direkten und verletzlichen Momenten führen uns durch eine Geschichte, die sowohl verrückt und gleichzeitig der Realität nah ist…", urteilt die Jury des NDR Spielfilmpreises 2009 in ihrer Begründung.

R: Jörgen Bergmark, S/D 2009, Spielfilm, DF, 98 min

D: Rolf Lassgård, Pernilla August, Stina Ekblad, Claes Ljungmark u.a., 

Gewinner NDR Spielfilmpreis 2009 bei den 51. Nordischen Filmtagen Lübeck

 

Partnerfestival Nordische Filmtage Lübeck

www.pandorafilm.de

 

Programm 2010